Anfänge

Mittwoch, 15. November 2006

Anfänge

Ich hatte mich dazu entschlossen, Shadowrunner zu werden. Nur so konnte ich meine Familie rächen. Doch wie wird man Shadowrunner? Es gibt ja schließlich kein Handbuch dazu.
Nachdem ich ein paar Tage in verschiedenen Hotels übernachtet hatte, die alle in irgendwelchen Hinterhöfen und vor allem irgendwie alle gleich aussahen, hatte ich mir so etwas wie einen Plan zurecht gelegt. Zunächst muste ich mir darüber bewusst werden, was ich schon konnte. Und was ich besaß. Und vielleicht auch, was zu viel war. Ich war sehr sportlich, musste mir also keine Gedanken machen, dass ich in einem späteren Kampf einmal zu schwach sein würde. Außerdem sprach in sehr gut Englisch und Japanisch. Und darüber hinaus? Was hatte ich denn schon, was mir nützen konnte? Eine SIN, mit der man mich immer und überall idetifizeren konnte - na super. Credsticks, auf denen alle wichtigen persönlichen Daten meiner Familie drauf waren - und irgendwelcher Kunden, die ab und an pleite gewesen waren und die Sticks meinem Vater gegeben hatten.

Das waren also die ersten beiden, fast schon wichtigsten Punkte auf meiner Liste: meine SIN entfernen lassen und möglicherweise ersetzen - doch wie? Und außerdem die Credsticks irgendwie tauschen... Zunächst suchte ich nach einem alten Laden mit Drogerie-Produkten und ähnlichem, der vielleicht noch kein so ausgeklügeltes Sicherheitssystem hatte wie die bekannten Stuffer-Shacks. Es dauerte ein paar Stunden und etliche dubiose Gestalten, die ich fragte, bis ich einen solchen Laden entdeckte. Den dubiosen Gestalten hatte ich ein paar meiner Credsticks andrehen können - im Tausch dafür hatte ich zum Teil wichtige Informationen, aber auch Checksticks - natürlich mit weniger drauf - erhalten. Ich wusste, dass ich mich kaum nach dem Bezahlen schnellstens entfernen musste, denn die restlichen Credsticks von meinem Vater verrieten ja nun wirklich alles über mich und meine Familie.

Ich begab mich also in den von außen extrem siffigen Laden. Ein alter Kerl mit noch älterer Cyberware blickte von seiner Lektüre zweifelhaften Rufs auf, knurrte kurz und widmete sich dann wieder den "Artikeln". Ich ging durch die alten Gänge, deren Platten schon gesprungen und Regale schon lange mehr als nur verrostet waren.
In den ebenfalls rostigen Einkaufskorb, den ich mir geschnappt hatte, legte ich eine Schere, ein paar Lebensmittel, Schokolade und Drogerieartikel, dann ging ich zur Kasse und zog einen der Checksticks hervor. Glücklicherweise hatte ich diese, waren sie doch ohne SIN oder anderweitige Informationen lediglich einfache Zahlungsmittel.

Kaum, dass ich bezahlt hatte, verstaute ich die Waren und beeilte mich auch schon, den Laden zu verlassen. Gegenüber des Platzes, auf dem alte, rostige Fahrzeuge standen, deren erfolgreichste Tage schon lange vorbei schienen, gab es einen wirklich kleinen Laden, der mir erst jetzt auffiel. irgendwie war er einfach unscheinbar, doch ein nur noch halb funktionierendes Schild zeigte an, dass es dort "Runway"ware geben sollte. Irgendwie ahnte ich, dass es mit diesem Wortspiel etwas mehr auf sich hatte und trat durch die kleine Tür in einen winzigen Verkaufsraum.

Ein grinsender, vercyberter Elf blickte mich misstrauisch an und fragte, was ich denn wolle. Ich sah mich um und fühlte mich in meinem Verdacht bestätigt: Lauter Krempel, den kein normaler Mensch freiwillig anziehen würde, verriet mir, dass es sich hier tatsächlich um einen Runner-Treffpunkt handeln musste. Ich zeigte wortlos und bestimmt auf ein paar Sachen, die mir per Augenmaß passen mussten: Ein schwarzer langer Mantel, eine schwarze, einfache Hose, ein Tanktop und rote, kniehohe Lederstiefel. Er blickte mich an, als wolle er mich durchleuchten - vermutlich tat er das auch. Schließlich knurrte er irgendwas unverständliches und streckte seine Hand aus. Ich gab ihm einen der Checksticks. Plötzlich lächelte er mich an, als ob wir uns schon immer kennen würden.

"Neu, was?" Ich lächelte unbeholfen. "Geh ins Dead Men´s Hand" oder "Blue Reign", dort wirst du dich sicher wohl fühlen."
Ich nahm meine neuen Sachen, sagte Danke und machte, dass ich davon kam. Im Hotel nahm ich die Schere und schnitt mir meine hüftlangen, schwarzen Haare ab. Da ich mich noch nie damit beschäftigt hatte, wie man Haare schneidet, sah das Ergebnis dementsprechend aus: Wie ein Vogelnest, ganz wirr, standen meine Haare nun streichholzkurz vom Kopf ab. Doch irgendwie gefiel mir mein neues Ich, und nachdem ich das neue Outfit angezogen hatte und mich im Spiegel, an dem eine Ecke fehlte, betrachtete, fiel es mir immer leichter, mein altes Ich hinter mir zu lassen und mein neues namens "Revenge" zu anzunehmen.

Es wurde also Zeit für den nächsten Schritt: Eine neue SIN musste her...

Shadowrun

Mein Name ist Revenge. Seit ein Mega-Kon meine Familie umbringen ließ, lebe ich in den Schatten, irgendwo in Seattle. Ich bin nicht mehr ich selbst, habe eine gefakte SIN, ein anderes "Leben". Ich habe mir Cyber- und Bioware einpflanzen lassen, Verbindungen aufgebaut und kein Gewissen mehr. Alles, woran ich denke, ist Rache.

REVENGE

Mensch, Spezialagentin, 1,72 m, 62 kg

CYBERWARE/BIOWARE

Blitzkomp., Displayverb., Infrarotsicht, Kamera, Restlichtverst.,Ultraschallsicht, Audioverst., Balanceverst., Dämpfer, Hochfreq.hören, Recorder, Richtungsdetektor, Selekt. Geräuschfilter, Datenbuche, Funkgerät, Headware Mem., Kehlkopfmikro., Komm-Link, Entfernungsmesser, Smartgunverb. 2, Verstärkte Reflexe St. 2, Induktionspolster

WAFFEN

Ares P3, Slivergun

CONNECTIONS

Frog (Clubbesitzer) und Frank (Schieber), zu finden im Nachtclub "Blue Reign"

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